• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Die Entstehung eines Zimmerbrandes: Ausbildung - einmal anders

E-Mail Drucken PDF

Die Feuerwehr Kirchberg hatte die einmalige Chance, im Rahmen einer Übung, einen Zimmerbrand von der Entstehung bis zum Löschen, mitzuerleben.

In einer aufgelassenen Gastwirtschaft, welche von der Gemeinde angekauft und zum Abbruch freigegeben wurde, erhielt die Feuerwehr die Genehmigung, in dem Gebäude eine solche Übung abzuhalten.

 

Ziel dieser Übung war, nicht einen Brand zu löschen, sondern die Entwicklung eines Zimmerbrandes zu studieren.

Zu diesem Zweck wurde auch die Wärmebildkamera der Feuerwehr Aspang angefordert, um die Temperaturentwicklung in den einzelnen Phasen zu verfolgen.

HBI Klaus Mayerhofer von der FF Aspang stellte sich für dieses Experiment zur Verfügung.

 

Zunächst wurden in einem Zimmer Einrichtungsgegenstände in Brand gesetzt.

Nachdem sich das Feuer in etwa Papierkorbgröße entwickelt hatte, wurde der Raum verschlossen und von außen mit der Wärmebildkamera beobachtet.

Nach bereits zwei Minuten erhöhte sich die Temperatur in Deckennähe auf etwa 140° C.

Da das Zimmer verschlossen war, kam der Brand durch Sauerstoffmangel beinahe zum verlöschen. Erst durch etwas Luftzufuhr entfachte sich der Brand wieder.

Nach etwa acht Minuten erhöhte sich die Temperatur im Raum auf ca. 240°C.

Ab diesem Zeitpunkt drang der Brandrauch durch die Fugen der Zwischenwände und trat auch bei Elektroleitungen und Schalterdosen im Vorraum aus. Interessanterweise hielt die Zimmertür noch immer dicht, die Oberflächentemperatur an der Außenseite der Tür betrug erst ca. 30°C.

Ein Verweilen am Flur war ab diesem Zeitpunkt ohne Atemschutzgerät nicht mehr möglich.

Unmittelbar danach zersprangen die Fensterscheiben und durch den Luftzutritt entfachte sich der Brand in vollem Umfang. Die Temperatur im Zimmer hatte bereits eine Temperatur von über 650°C erreicht.

 

Insgesamt vier Atemschutztrupps verfolgten abwechselnd das Brandgeschehen und lernten dabei die Funktion der Wärmebildkamera kennen.

Damit der Brand nicht außer Kontrolle gerät, wurde das Gebäude von außen mit Wasser gekühlt und ständig überwacht.

Nach Ablöschen des Übungsobjektes erfolgte eine Besichtigung über die Auswirkungen des Brandes. Bei der abschließenden Übungsbesprechung. wurden die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem nicht alltäglichen Szenario besprochen.

 

Zimmerbrand

(Mehr Fotos gibt es bei einem Klick auf das Bild)

 

zufälliges Foto

Im Album Räumungsübung SeneCura-Pflegeheim 31.10.2105
(C) Fliesenstadt

Unwetterzentrale

Besuch uns auf Facebook

Facebook Image

Design by i-cons.ch / etosha-namibia.ch